Die Vermehrung von Zellen verläuft in Zyklen. Jedesmal wenn eine Zelle sich teilt verliert sie etwas von dem Potential sich zu teilen, da die Enden des Genstranges (Telomere) sich jedesmal wieder verkürzen. Irgendwann können die Zellen sich nicht mehr teilen und nach ihrer natürlichen Lebensdauer sterben sie und hinterlassen nichts.
Interessant finde ich dies, da es mich an die vier Weltzeitalter der indischen Religionen erinnert: das goldene Zeitalter, in dem eine Verbindung zum göttlichen lebt, und daher ein hohes Potential, sich in Richtung Nichts zu vermehren, dieses Potential verringert sich über die folgenden Zeitalter, bis im Kali Yuga, im Endzeitalter, zu Ragnarock in Harmageddon alles, was keine Verbindung zu Gott mehr besitzt hinweggefegt wird, als wäre es nie gewesen.
Der Lebenszyklus der Zellen ist also, wie alles was es gibt, Epiphany, das heißt ein Symbol für die Wirkungsweise Gottes in der Welt.
Montag, 19. November 2007
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Das mechanistische Weltbild gerät ins Wanken
Mit der Etablierung der Evolutionslehre und gestüzt von Genwissenschaften und Psychoanalyse hat sich ein mechanistisches Weltbild im Westen durchgestzt, welches wie folgt zusammenzufassen ist: Am Anfang des Lebens waren einzellige Lebewesen, die durch spontane Mutation variable Klone hervorbrachten. Je nach Fitness wurden diese selektiert: die schwächsten sterben aus, die stärksten vermehren sich unproportional viel. Dieses Schema läuft über ein paar Fantastillionen Jahre ab und heraus kommt der Mensch. Die erwähnten Mutationen finden an seiner DNA statt. Die DNA ist die Blaupause des Menschen und beinhaltet alle Information über seine Existenz. Die DNA bestimmt also das Leben des Menschen vorher. Die Psychoanalyse setzt hier an und erdenkt ein Unterbewusstes und ein Bewußtes, welche beide Funktionen der DNA sind. Der letzte Punkt soll die subjektive Dimension des menschlichen Seins erklären.
Diesem setze ich ein indisches Weltbild entgegen, ich glaube es entspringt den Veden: Demnach war am Anfang reiner, einiger Geist, der sich mit der Zeit in Richtung "nichts" ausbreitet, wobei er gerinnt. Auf dem Weg entstehen dadurch die Seele oder Wille und der Geist des Menschen, sein Körper, Tiere, Pflanzen und die restlichen grobstofflichen Dinge. In dieser Reihenfolge.
Was die Evolution betrifft, so kann diese Theorie nicht die Tatsache erklären, dass es verschiedene Spezies gibt, denn korrekt gelesen würde die Evolutionslehre einen konstanten Strom von Zwischenformen erdenken, der nicht existiert (insgesamt existieren kaum Zwischenformen, sog. "missing links").
Die Vedantische Lehre hingegen spricht von den Spezies wie von Luftblasen, die an die Oberfläche des Wassers kommen: Obwohl sie doch von der selben Quelle stammen, platzen sie an anderen Stellen an der Oberfläche. Also: alles Lebende hat Gemeinsamkeiten, ist aber in homogene Spezies unterteilt.
Die moderne Lehre stellt sich die menschliche Existenz als eine Lebenserhaltungsfunktion der DNA vor, die mit Hilfe von Bewußtsein und Trieb (Unterbewußtes) funktioniert. Die DNA vorbestimmt das Leben und das Verhalten. Es hat schon viele Hinweise darauf gegeben, dass man dennoch nicht menschliches Handeln vorraussagen kann. Desweiteren würden sich hier Logikfehler ergeben, da die DNA unendlich groß sein müsste um die Information für ihre eigene Entschlüsselung zu enthalten.
In jüngeren Versuchen (siehe Link [engl.]) wurde desweiteren festgestellt, dass der Körper und das Gehirn keine statische Größe sind, sondern variabel auf das Verhalten des Menschen reagieren. Aus eben erwähnten logischen Gründen kann die DNA diese Information auch nicht enthalten.
Letztendlich haben weder Evolutionslehre, noch Genwissenschaft oder Psychologie eine antwort darauf parat, wie das Phänomen der Subjektivität in ihre Lehren einzufügen wäre, es wird nämlich stets geflissentlich übergangen oder übersehen und synkretisch in die jeweilige Doktrin integriert. Alle Hinweise weisen zur Richtigkeit der vedantinischen Vorstellung des Primates des Geistes über die Materie. Die Materie ordnet sich um den Geist herum an, nicht umgekehrt.
Diesem setze ich ein indisches Weltbild entgegen, ich glaube es entspringt den Veden: Demnach war am Anfang reiner, einiger Geist, der sich mit der Zeit in Richtung "nichts" ausbreitet, wobei er gerinnt. Auf dem Weg entstehen dadurch die Seele oder Wille und der Geist des Menschen, sein Körper, Tiere, Pflanzen und die restlichen grobstofflichen Dinge. In dieser Reihenfolge.
Was die Evolution betrifft, so kann diese Theorie nicht die Tatsache erklären, dass es verschiedene Spezies gibt, denn korrekt gelesen würde die Evolutionslehre einen konstanten Strom von Zwischenformen erdenken, der nicht existiert (insgesamt existieren kaum Zwischenformen, sog. "missing links").
Die Vedantische Lehre hingegen spricht von den Spezies wie von Luftblasen, die an die Oberfläche des Wassers kommen: Obwohl sie doch von der selben Quelle stammen, platzen sie an anderen Stellen an der Oberfläche. Also: alles Lebende hat Gemeinsamkeiten, ist aber in homogene Spezies unterteilt.
Die moderne Lehre stellt sich die menschliche Existenz als eine Lebenserhaltungsfunktion der DNA vor, die mit Hilfe von Bewußtsein und Trieb (Unterbewußtes) funktioniert. Die DNA vorbestimmt das Leben und das Verhalten. Es hat schon viele Hinweise darauf gegeben, dass man dennoch nicht menschliches Handeln vorraussagen kann. Desweiteren würden sich hier Logikfehler ergeben, da die DNA unendlich groß sein müsste um die Information für ihre eigene Entschlüsselung zu enthalten.
In jüngeren Versuchen (siehe Link [engl.]) wurde desweiteren festgestellt, dass der Körper und das Gehirn keine statische Größe sind, sondern variabel auf das Verhalten des Menschen reagieren. Aus eben erwähnten logischen Gründen kann die DNA diese Information auch nicht enthalten.
Letztendlich haben weder Evolutionslehre, noch Genwissenschaft oder Psychologie eine antwort darauf parat, wie das Phänomen der Subjektivität in ihre Lehren einzufügen wäre, es wird nämlich stets geflissentlich übergangen oder übersehen und synkretisch in die jeweilige Doktrin integriert. Alle Hinweise weisen zur Richtigkeit der vedantinischen Vorstellung des Primates des Geistes über die Materie. Die Materie ordnet sich um den Geist herum an, nicht umgekehrt.
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Sex, emotionale Abhängigkeit und ein paar gute Filme

"The 40 year old virgin" ist ein guter Film. "Knocked Up" ist nicht ganz soo gut aber lohnt sich und "Superbad" ist wirklich geil. Unterhaltsam plus: Gute Moral.
Besonders "40 year old virgin" ist interessant. Sex ist eine Religion geworden, die als Opfergabe das Vertrauen fordert. Männern wird ab der Pubertät eingeredet, dass sie nur richtige Männer sind wenn sie möglichst viel Sex mit vielen verschiedenen Frauen haben und Frauen wird suggeriert, dass Männer möglichst viele Frauen bumsen wollen und wenn einer es mal langsamer angehen lassen wollen würde, dann verstehen sie es als Affront. Im Endeffekt sind sowohl Mann wie Frau unter Druck gesetzt. Auf diese Art und Weise verkommt geiles Gebumse zu einer gegenseitigen Befriedigung der eigenen Minderwertigkeitskomplexe und zur Angstbewältigung.
Man kann Motivation in zwei Untergruppen einteilen: positive und negative. Als positive Motivation bezeichne ich den Wunsch etwas zu tun, weil man es tun will, und die Handlung an sich liebt. Ohne auf die Früchte der Handlung zu achten und die Handlung an sich zu lieben, das ist positive Motivation.

(Dieses Prinzip findet sich am Grunde einer jeden Tradition, und auch Aiwass, durch Frater Perdurabo, hat es wie folgt geäußert: "Reiner Wille, unbefleckt vom Zweck, und befreit von der Gier nach Ergebnis, ist in jeder Hinsicht vollkommen.")
Negative Motivation hingegen ist entweder "etwas tun um etwas zu erreichen", also in unserem Fall zu bumsen um sich zu befriedigen, oder der Versuch einer Sache zu entkommen, wie zum Beispiel dem eigenen Minderwertigkeitskomplex.
Leider wird viel zu oft von sowohl Männern wie auch Frauen aufgrund von negativer Motivation gebumst. Das ist scheiße.
Der Grundlage einer erfüllten Liebe ist das positive "Ja-Sagen" zum Partner. Weder das nachgeben unter Ängste und Emotionen, nochnichteinmal sich dem Verliebtsein ergeben. Nur wenn Herz und Verstand ein sind, bei beiden Partnern, kann eine Beziehung wachsen.
Wenn aber das regelmäßige Ficken der Mittelpunkt einer Beziehung ist, von dem alles andere abhängig gemacht wird, dann begibt man sich in einen Teufelskreis der emotionalen Abhängigkeit. Das ist scheiße.
Daher die Schlußfolgerung: Du, der du dies ließt, bist ein attraktiver Mensch, der es nicht nötig hat zu ficken um zu wissen, dass er von Gott geliebt wird. Also lass dich nicht erpressen, nicht vom Partner und auch nicht von deinen niederen Instinkten und hab den Mut zu tun und zu sagen was richtig ist, auch im Angesicht von Verlust, hab den Mut alleinsein zu riskieren, denn im Endeffekt kannst du nur gewinnen.
"Ich gebe alles, aber ich verlange nichts, denn ich bin alles" - Indisches Mantra

Guckt euch die oben-erwähnten Filme an, sie sind sehr aufrecht und vermitteln eine gute praktische Übersicht über die erwähnten Prinzipien!
Montag, 23. Juli 2007
Vegetarismus & moralische Überlegenheit
Zwecks Unterhaltung las ich gerade unter http://www.thebestpageintheuniverse.net/c.cgi?u=grill Maddox' feine Polemik über den Moralismus der Überzeugungsvegetarier. Ich finde ich muss dazu auch mal was sagen:
Mir fallen zwei Argumentationsmuster auf, mit denen Vegetarier (oder Veganer, keine Lust hier zu differenzieren) auf den Hinweis reagieren, dass sie ja Pflanzen töten um selbst zu leben, was unvereinbar mit der Forderung nach einem Recht auf Leben für jede Kreatur ist.
Das erste Argument was ich höre ist, dass Vegetarier insgesamt weniger Leid auslösen, da durch sie nur Pflanzen sterben müssen, während Fleischesser den Tod von Pflanz UND Tier zu verantworten haben.
Das zweite Argument zielt auf die Unvergleichbarkeit von Pflanzen mit Menschen ab, so z.B. "Pflanzen können keine Schmerzen empfinden weil sie kein Zentralnervensystem (ZNS) haben".
Nun, die Heuchelei des ersten Punktes ist leicht zu entlarven: Laut dieser Argumentation sind wir alle schreckliche Mörder, nur Vegetarier weniger weil sie weniger Tode auf ihrem Gewissen haben. Jeder Mensch, der dieser Argumentationslinie anheim gefallen ist, kann auf den anderen hingewiesen werden, der noch weniger Tode verursacht, der Stadt-vegetarier, der vielleicht ein eigenes Auto fährt kann den, der Bus fährt zum Vorbild nehmen u.s.w. bis wir beim Waldeinsiedler gelandet sind. Nur, dass dieser letzte auch Leben tötet um selbst zu leben. Um nicht mehr zu "töten" muss der Mensch sich selbst töten. Das wäre die letzte Konsequenz.
Hinweise darauf, dass man ja wenigstens etwas tut, und man deswegen "besser" sei möchte ich mit der Bemerkung abtun, dass diese egoistischer Selbstschmeichelei niemandem etwas bringt ausser dem eigenen Ego.
Das zweite Argument ist das interessantere, maßt es sich doch selbst eine vermeintliche Wissenschaftlichkeit an und offenbahrt es doch den grundlegenden Anthropozentrismus und den Mangel an Empathie der Vegetarier. Es wird also verlautbahrt, dass doch nicht alle Lebewesen gleichermaßen Recht auf leben haben, Pflanzen nicht, da sie ja keine Schmerzen verspüren könnten. Schmerzen können sie nicht verspüren, da sie kein zentrales Nervensystem (wie z.B. Menschen und Tiere) haben. Fernab der Tatsache, dass erwiesen ist, dass Pflanzen auf ein Beschneiden reagieren, und nichts anderes ist Schmerz: eine Reaktion, scheißegal ob mithilfe eines ZNS oder ohne, zeigt dieses Argument was tatsächlich der Maßstab ist, nachdem festgelegt wird, was gegessen werden darf und was nicht: Inwiefern etwas dem Menschen ähnelt.
Also: Verfügt etwas über ein Zentralnervensystem, rotes Blut, Mimik und Gestik, ist es in der Lage durch Laute zu kommunizieren, können wir Menschen dem Wesen Emotionen ablesen, darf es nicht gegessen werden. Andersrum: Je unähnlicher etwas dem Menschen ist, desto eher darf es gegessen werden.
Diese Hierarchie kann bei vielen Menschen beobachtet werden, so z.B. ist Kannibalismus weltweit geächtet, das erste worauf ein Vegetarier verzichtet ist rotes Fleisch, danach Hühnchen, viele Vegetarier essen noch Fisch, dann wird auf Tierprodukte generell verzichtet, dann auf Pflanzen, die "gewaltvoll" geerntet wurden, dann ist man Fruitarier...
Vegetarier nehmen für sich selbst in Anspruch objektiv und wissenschaftlich zu sein, während sie nur eins sind: menschlich. Sie sind Menschen, die so sehr Mitleid zu anderen Geschöpfen verspüren, die ihnen ähneln, dass sie wünschen, dass andere Menschen diese Wesen auch schonen.
Diese Wahrheit möchten die wenigsten von ihnen anerkennen, da sie doch den Anspruch auf Universalität der vegetarischen Lehre unterminiert. Doch hat man den Vegetarier entlarvt, so zeigt sich bald, dass hinter der ganzen ideologischen Fassade doch nur ein Mensch ist, der sich darüber beklagt, dass das Leben so grausam ist. Hier empfehle ich wiederum Nietzsche's "Genealogie der Moral", inder er sich sehr schön mit der Psychologie dieser schlichten Gemüter auseinandersetzt.
Mir fallen zwei Argumentationsmuster auf, mit denen Vegetarier (oder Veganer, keine Lust hier zu differenzieren) auf den Hinweis reagieren, dass sie ja Pflanzen töten um selbst zu leben, was unvereinbar mit der Forderung nach einem Recht auf Leben für jede Kreatur ist.
Das erste Argument was ich höre ist, dass Vegetarier insgesamt weniger Leid auslösen, da durch sie nur Pflanzen sterben müssen, während Fleischesser den Tod von Pflanz UND Tier zu verantworten haben.
Das zweite Argument zielt auf die Unvergleichbarkeit von Pflanzen mit Menschen ab, so z.B. "Pflanzen können keine Schmerzen empfinden weil sie kein Zentralnervensystem (ZNS) haben".
Nun, die Heuchelei des ersten Punktes ist leicht zu entlarven: Laut dieser Argumentation sind wir alle schreckliche Mörder, nur Vegetarier weniger weil sie weniger Tode auf ihrem Gewissen haben. Jeder Mensch, der dieser Argumentationslinie anheim gefallen ist, kann auf den anderen hingewiesen werden, der noch weniger Tode verursacht, der Stadt-vegetarier, der vielleicht ein eigenes Auto fährt kann den, der Bus fährt zum Vorbild nehmen u.s.w. bis wir beim Waldeinsiedler gelandet sind. Nur, dass dieser letzte auch Leben tötet um selbst zu leben. Um nicht mehr zu "töten" muss der Mensch sich selbst töten. Das wäre die letzte Konsequenz.
Hinweise darauf, dass man ja wenigstens etwas tut, und man deswegen "besser" sei möchte ich mit der Bemerkung abtun, dass diese egoistischer Selbstschmeichelei niemandem etwas bringt ausser dem eigenen Ego.
Das zweite Argument ist das interessantere, maßt es sich doch selbst eine vermeintliche Wissenschaftlichkeit an und offenbahrt es doch den grundlegenden Anthropozentrismus und den Mangel an Empathie der Vegetarier. Es wird also verlautbahrt, dass doch nicht alle Lebewesen gleichermaßen Recht auf leben haben, Pflanzen nicht, da sie ja keine Schmerzen verspüren könnten. Schmerzen können sie nicht verspüren, da sie kein zentrales Nervensystem (wie z.B. Menschen und Tiere) haben. Fernab der Tatsache, dass erwiesen ist, dass Pflanzen auf ein Beschneiden reagieren, und nichts anderes ist Schmerz: eine Reaktion, scheißegal ob mithilfe eines ZNS oder ohne, zeigt dieses Argument was tatsächlich der Maßstab ist, nachdem festgelegt wird, was gegessen werden darf und was nicht: Inwiefern etwas dem Menschen ähnelt.
Also: Verfügt etwas über ein Zentralnervensystem, rotes Blut, Mimik und Gestik, ist es in der Lage durch Laute zu kommunizieren, können wir Menschen dem Wesen Emotionen ablesen, darf es nicht gegessen werden. Andersrum: Je unähnlicher etwas dem Menschen ist, desto eher darf es gegessen werden.
Diese Hierarchie kann bei vielen Menschen beobachtet werden, so z.B. ist Kannibalismus weltweit geächtet, das erste worauf ein Vegetarier verzichtet ist rotes Fleisch, danach Hühnchen, viele Vegetarier essen noch Fisch, dann wird auf Tierprodukte generell verzichtet, dann auf Pflanzen, die "gewaltvoll" geerntet wurden, dann ist man Fruitarier...
Vegetarier nehmen für sich selbst in Anspruch objektiv und wissenschaftlich zu sein, während sie nur eins sind: menschlich. Sie sind Menschen, die so sehr Mitleid zu anderen Geschöpfen verspüren, die ihnen ähneln, dass sie wünschen, dass andere Menschen diese Wesen auch schonen.
Diese Wahrheit möchten die wenigsten von ihnen anerkennen, da sie doch den Anspruch auf Universalität der vegetarischen Lehre unterminiert. Doch hat man den Vegetarier entlarvt, so zeigt sich bald, dass hinter der ganzen ideologischen Fassade doch nur ein Mensch ist, der sich darüber beklagt, dass das Leben so grausam ist. Hier empfehle ich wiederum Nietzsche's "Genealogie der Moral", inder er sich sehr schön mit der Psychologie dieser schlichten Gemüter auseinandersetzt.
Sonntag, 1. Juli 2007
Der Kampf um "persönliche Freiheit"
In der Endzeit, in der wir leben, schießen die Kämpfer für alle möglichen "persönlichen Freiheiten" wie Homosexualität, Marijuana oder auch nur Computerspiele nur so aus dem Boden. Die Exponenten dieser Bewegungen sehen sich als tapfere Freiheitskämpfer. Diese Bewegungen wollen nun "das Gesetz" oder die "öffentliche Meinung" ändern, so dass es alle Menschen toll finden, wenn zwei Gayboyz in der Stadt knutschen oder sich ein Punk öffentlich 'nen Joint ansteckt.
Es gibt Menschen, die über Sachen reden, und es gibt welche, die diese Sachen tun. Faktisch gesehen ist es seit je her kein Problem in Deutschland oder z.B. den USA schwul promiskös zu leben. Man kann hier auch problemlos kiffen oder sonstige Drogen nehmen. Das Geheimnis ist einfach: stell dich geschickt an und halt deine Fresse.
Die Menschen die über diese Dinge reden, sie an die große Glocke hängen, stoßen anderen Menschen, die eine andere Meinung haben, vor den Kopf. Moralisierenderweise brüllen die einen dann "Perversling" oder "Junkie", die anderen faseln von der "Intoleranz" der Gegenseite. Die Frage, die ich mir stelle ist, ob diese Vorgehensweise praktisch ist und was die wahre Motivation der Freiheitskämpfer ist.
Zur Praxis: Das Problem ist solange aktuell wie der Kampf um seine Lösung andauert. In dieser Zeit ist die öffentliche (und exekutive) Aufmerksamkeit verstärkt dem gewissen Thema zugewandt. Nun gewinnen mal die Reformer. Das Problem verschwindet aus dem öffentlichen Kurzzeitgedächtnis. Irgendwann denkt sich irgendwer mal wieder aus, dass das Problem doch nicht gelöst wird und startet eine Initiative, alles wieder zum Alten zu wenden. Selbe Positionen, neue Kräfteverteilung. Im Endeffekt labern immer alle Scheiße und nix passiert.
Das obere ist absichtlich recht allgemein gehalten, aber jedermann wird etwas Wahrheit darin erkennen können.
Die Motivation unserer Freiheitskämpfer ist nicht die Freiheit an sich, die praktisch gesehen absolut gegeben ist, wer will kann Leute vom selben Geschlecht ficken und wenn ich Bock habe mache ich 2 Telefonate und mein Zimmer ist voll Gras und Haschisch.
Manche dieser Freiheitskämpfer sagen mir, dass sie nicht nur wollen, dass ihr Ziel erreicht wird, sie wollen zudem die öffentliche Meinung (deine!) dahingehend ändern, dass du gut findest, wofür sie kämpfen. Schwule wollen, dass Schwulsein genauso "gut" ist wie Hetero-sein, und Kiffer, dass Kiffen genauso "gut" ist wie Alkohol. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass die Freiheitskämpfer, jene, die so Argumentieren, nichts anderes sind als Meinungsnazis, beschissene Wichser, die Freiheit einschränken wollen. Und wozu?
Jeder, der es nötig hat, seinen Joint im wissen zu rauchen, dass es von der Gesellschaft akzeptiert wird ist ein armes Würstchen. Wer sowas nötig hat, macht sich völlig abhängig von der "öffentlichen Meinung" und ist absolut unfrei. Wie Fahnen im Wind, die regeln wollen aus welcher Richtung es weht. Als ob es irgendjemanden interessieren würde, was man tut. Haltet die Fresse und alles ist cool. Es wird immer Leute geben, die anderer Meinung sind, aber das muss einen doch nicht interessieren. Ist mir doch scheißegal was wer über mich denkt.
Das beste ist, dass dieses Gefühl des Akzeptiertseins, was unsere Freiheitskämpferchen erreichen wollen eben nichts anderes ist als eben dies: ein Gefühl. Und Gefühle sind etwas was man subjektiv empfindet. Akzeptiertsein... eine Idee, eine bessere Halluzination, der man sich erst hingeben möchte wenn die Lieblingssubstanz aus dem BtmSG gestrichen wurde. Man setzt sich selbst ein willkürliches Ziel und freut sich es erreicht zu haben... erfreut euch doch so des Lebens. Was in irgendwelchen Gesetzbüchern steht interessiert doch niemanden...
Nichts ist sicher, es gibt keine totale Kontrolle. Nichts ist verboten und alles erlaubt. Tu was du willst sei das Ganze von dem Gesetz. Und das Gesetz liegt im Herzen. Man muss es nur akzeptieren.
Es gibt Menschen, die über Sachen reden, und es gibt welche, die diese Sachen tun. Faktisch gesehen ist es seit je her kein Problem in Deutschland oder z.B. den USA schwul promiskös zu leben. Man kann hier auch problemlos kiffen oder sonstige Drogen nehmen. Das Geheimnis ist einfach: stell dich geschickt an und halt deine Fresse.
Die Menschen die über diese Dinge reden, sie an die große Glocke hängen, stoßen anderen Menschen, die eine andere Meinung haben, vor den Kopf. Moralisierenderweise brüllen die einen dann "Perversling" oder "Junkie", die anderen faseln von der "Intoleranz" der Gegenseite. Die Frage, die ich mir stelle ist, ob diese Vorgehensweise praktisch ist und was die wahre Motivation der Freiheitskämpfer ist.
Zur Praxis: Das Problem ist solange aktuell wie der Kampf um seine Lösung andauert. In dieser Zeit ist die öffentliche (und exekutive) Aufmerksamkeit verstärkt dem gewissen Thema zugewandt. Nun gewinnen mal die Reformer. Das Problem verschwindet aus dem öffentlichen Kurzzeitgedächtnis. Irgendwann denkt sich irgendwer mal wieder aus, dass das Problem doch nicht gelöst wird und startet eine Initiative, alles wieder zum Alten zu wenden. Selbe Positionen, neue Kräfteverteilung. Im Endeffekt labern immer alle Scheiße und nix passiert.
Das obere ist absichtlich recht allgemein gehalten, aber jedermann wird etwas Wahrheit darin erkennen können.
Die Motivation unserer Freiheitskämpfer ist nicht die Freiheit an sich, die praktisch gesehen absolut gegeben ist, wer will kann Leute vom selben Geschlecht ficken und wenn ich Bock habe mache ich 2 Telefonate und mein Zimmer ist voll Gras und Haschisch.
Manche dieser Freiheitskämpfer sagen mir, dass sie nicht nur wollen, dass ihr Ziel erreicht wird, sie wollen zudem die öffentliche Meinung (deine!) dahingehend ändern, dass du gut findest, wofür sie kämpfen. Schwule wollen, dass Schwulsein genauso "gut" ist wie Hetero-sein, und Kiffer, dass Kiffen genauso "gut" ist wie Alkohol. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass die Freiheitskämpfer, jene, die so Argumentieren, nichts anderes sind als Meinungsnazis, beschissene Wichser, die Freiheit einschränken wollen. Und wozu?
Jeder, der es nötig hat, seinen Joint im wissen zu rauchen, dass es von der Gesellschaft akzeptiert wird ist ein armes Würstchen. Wer sowas nötig hat, macht sich völlig abhängig von der "öffentlichen Meinung" und ist absolut unfrei. Wie Fahnen im Wind, die regeln wollen aus welcher Richtung es weht. Als ob es irgendjemanden interessieren würde, was man tut. Haltet die Fresse und alles ist cool. Es wird immer Leute geben, die anderer Meinung sind, aber das muss einen doch nicht interessieren. Ist mir doch scheißegal was wer über mich denkt.
Das beste ist, dass dieses Gefühl des Akzeptiertseins, was unsere Freiheitskämpferchen erreichen wollen eben nichts anderes ist als eben dies: ein Gefühl. Und Gefühle sind etwas was man subjektiv empfindet. Akzeptiertsein... eine Idee, eine bessere Halluzination, der man sich erst hingeben möchte wenn die Lieblingssubstanz aus dem BtmSG gestrichen wurde. Man setzt sich selbst ein willkürliches Ziel und freut sich es erreicht zu haben... erfreut euch doch so des Lebens. Was in irgendwelchen Gesetzbüchern steht interessiert doch niemanden...
Nichts ist sicher, es gibt keine totale Kontrolle. Nichts ist verboten und alles erlaubt. Tu was du willst sei das Ganze von dem Gesetz. Und das Gesetz liegt im Herzen. Man muss es nur akzeptieren.
Mittwoch, 27. Juni 2007
Politik ist Messianismus
Ich habe mir heute Gedanken darüber gemacht, dass viele moderne ideologische Strömungen dasselbe Schema aufweisen: Konflikt --> Sieg --> Paradies. Bei den Nazis war es Konflikt gegen niedere Rassen, die Kapitalisten wollen Ineffizienz besiegen, Kommunisten die bürgerliche Klasse, Grüne die Umweltverschmutzer und so weiter. Im Endeffekt stellt sich aber jede politische Bewegung als Allheilmittel gegen alle Probleme dar, immer vom selben Schema.
Wahrscheinlich ist Politik nicht ganz Messianismus, da in ihr ja ein gewisser Aktionismus am Werke ist, soll heißen man muss nicht auf einen Messias von "außen" warten, alle "politisch Aktiven" sind selbst der Messias. Prometheus lässt grüßen. Prometheus zeichnet sich dadurch aus, dass er von den Göttern das Licht stahl um es den Menschen zu geben, doch weder die Menschen noch er selbst waren bereit dazu es zu empfangen.
Im Endeffekt ist jede Bewegung, die sich von ihren politischen Auswüchsen übermannen lässt promethisch, und das gilt für die Legion des Erzengels Michael genauso wie Hamas oder die Khomeini-isten des Iran. Die Politik zeichnet sich durch ein überproportionales Betonen der Materie aus, und das Erreichen von materiellen Zielen soll die Erlösung bringen. Auf der Jagd nach ihnen lassen sich die Politischen aber irreführen.
Unter diesen Gesichtspunkten sehe ich Politik als nichts anderes als eine Endzeitreligion, die von den Götzendienern der Materie begangen wird und wie alles satanische in die Verdammnis führt. Es gibt keinen Unterschied zwischen "persönlicher" Religion und "allgemeiner" Politik, und diese beiden Adjektive sind nur Schmähworte der Politischen.
Je länger mir die Worte Raphaels bewußt sind, desto mehr verstehe ich ihre Tragweite: "Ohne eine Bewußtseinsänderung wird es keine Revolution geben."
Wahrscheinlich ist Politik nicht ganz Messianismus, da in ihr ja ein gewisser Aktionismus am Werke ist, soll heißen man muss nicht auf einen Messias von "außen" warten, alle "politisch Aktiven" sind selbst der Messias. Prometheus lässt grüßen. Prometheus zeichnet sich dadurch aus, dass er von den Göttern das Licht stahl um es den Menschen zu geben, doch weder die Menschen noch er selbst waren bereit dazu es zu empfangen.
Im Endeffekt ist jede Bewegung, die sich von ihren politischen Auswüchsen übermannen lässt promethisch, und das gilt für die Legion des Erzengels Michael genauso wie Hamas oder die Khomeini-isten des Iran. Die Politik zeichnet sich durch ein überproportionales Betonen der Materie aus, und das Erreichen von materiellen Zielen soll die Erlösung bringen. Auf der Jagd nach ihnen lassen sich die Politischen aber irreführen.
Unter diesen Gesichtspunkten sehe ich Politik als nichts anderes als eine Endzeitreligion, die von den Götzendienern der Materie begangen wird und wie alles satanische in die Verdammnis führt. Es gibt keinen Unterschied zwischen "persönlicher" Religion und "allgemeiner" Politik, und diese beiden Adjektive sind nur Schmähworte der Politischen.
Je länger mir die Worte Raphaels bewußt sind, desto mehr verstehe ich ihre Tragweite: "Ohne eine Bewußtseinsänderung wird es keine Revolution geben."
Sonntag, 10. Juni 2007
Krawalle und Weltverbesserung
Zu den Krawallen in Rostock schreibt Martin Schwarz einen sehr guten Artikel auf seinem Blog eisernekrone.blogspot.com, hier.
Betonen möchte ich, wie Herr Schwarz in einem weiteren Artikel, dass es zum Gelingen einer Revolution an Ideologie und Menschenkenntnis mangelt. Heutzutage scheint politische Meinungsbildung nicht mehr zu sein als das Auswendiglernen von Propagandafloskeln. Geht es daran, zu konkretisieren, wie denn eine freie Wirtschaft "frei" sein kann im Angesicht sich entwickelnder Monopole wird mit den Schultern gezuckt. Genauso reagiert aber auch der linke Anarchist, den man fragt, wie denn ein basisdemokratisches, von einer zentralisierten Regierung und Armee befreites Deutschland sich denn nun gegen Einflüsse von außen wehren könne. Zerschlagung von Deutschland auf Landkreisniveau würde der "Divide and Conquer" Taktik eines jeden Interessierten Tür und Tor öffnen.
Es mag sein, dass es Theoretiker gibt, die sich über solche kronkreten Fragen Gedanken machen, ich hör von denen aber nichts... und ohne eine vernünftige Vision des zukünftigen (Nicht-)Staates wird eine Revolution nicht mehr sein als eine große gewalttätige Saufparty.
Betonen möchte ich, wie Herr Schwarz in einem weiteren Artikel, dass es zum Gelingen einer Revolution an Ideologie und Menschenkenntnis mangelt. Heutzutage scheint politische Meinungsbildung nicht mehr zu sein als das Auswendiglernen von Propagandafloskeln. Geht es daran, zu konkretisieren, wie denn eine freie Wirtschaft "frei" sein kann im Angesicht sich entwickelnder Monopole wird mit den Schultern gezuckt. Genauso reagiert aber auch der linke Anarchist, den man fragt, wie denn ein basisdemokratisches, von einer zentralisierten Regierung und Armee befreites Deutschland sich denn nun gegen Einflüsse von außen wehren könne. Zerschlagung von Deutschland auf Landkreisniveau würde der "Divide and Conquer" Taktik eines jeden Interessierten Tür und Tor öffnen.
Es mag sein, dass es Theoretiker gibt, die sich über solche kronkreten Fragen Gedanken machen, ich hör von denen aber nichts... und ohne eine vernünftige Vision des zukünftigen (Nicht-)Staates wird eine Revolution nicht mehr sein als eine große gewalttätige Saufparty.
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